Kommerzkacke

Selten so scharfe Worte bei issgelb.de- doch Weihnachten ist regelmäßig die Zeit, in der man reich werden würde, würde man für´s sich-aufregen Geld bekommen. Das geht zumindest mir so. Denn einmal ganz abgesehen von den vielen vielen Weihnachtsangeboten, die alle ohne den eigentlichen Sinn von Weihnachten auskommen (Jesus wurde geboren! Für alle die es nicht mehr wissen), hat Orsay diesmal die Grenze des Guten Geschmacks verletzt- und keiner bekommt´s mit. Orsay wirbt in Schaufenstern mit dem Slogan

„Thank God it´s Christmas“.

Diesen Satz sollte man eigentlich unkommentiert so stehen lassen. Thank God, it´s Christmas. Thank God für was? Für´s Shoppen? Für Werbung ohne ein einziges Mal den WAHREN Grund für Weihnachten zu erwähnen? Für den Stress, Geschenke zusammen zu bekommen, für das Wünschen nach wirklicher Besinnlichkeit, die zur Weihnachtszeit nie eintreten wird? Was heißt Besinnlichkeit? Meiner Meinung nach: zu sich kommen, die Welt von oben zu sehen, sich zu reflektieren, sein Handeln zu überdenken, WENIGER zu konsumieren. Aber nicht nur an Weihnachten. Immer!

Und wenn wir gerade fröhlich dabei sind, dann können wir gleich mal ein paar politische Systeme unter die Lupe nehmen. Kommunismus bringt nix, da hatten die Leute sehr wenig, und wenn, dann Probleme oder Wanzen. Demokratie hört sich schon recht gut an. Fröhliches Abstimmen alle vier Jahre, Unternehmen können produzieren was sie wollen, der Staat mischt sich nicht ein. Das Problem dabei ist nur: Die Sache funktioniert nur dann, wenn alle kräftig konsumieren. Denn Konsumieren=Arbeitsplätze=Konsumieren. Das bedeutet: Wir müssen uns verblöden lassen. Wenn wir nachdenken würden, wo kämen wir denn dann hin? Jeder würde sich und sein Handeln hinterfragen und nur kaufen, was auch wirklich von Belang wäre. Wär´ja doof, oder nicht? Handys würden plötzlich fünf, sechs Jahre halten, das Auto öfter stehengelassen werden und wahrscheinlich auch ein paar Jahre länger leben. Schon gut, dass es da die Unternehmen gibt, die die Sache für uns übernehmen. Die machen das schon. Die machen uns dumm. Seit neustem gibt es für pupertierende, verliebte Teenanger den Service, sich einfach und bequem den Namen des zukünftigen Kindes auf´s Handy schicken zu lassen. Damit dann Assozialitäten wie Justin rauskommt, wo man sich fragt: Wo drin, ist Just in,… äh…Justin. Und wo fehlt was? Vielleicht fehlt es einfach an einem neuen, politischen System. Aber dann bitte nicht sowas wie in der Schweiz. Ein Volk abstimmen zu lassen, kann gefährlich werden. Vorallem wenn es sich beeinflussen lässt. Vielleicht sogar durch SMS-Abos…

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