Neulich in der Ulmer Mitte

Ich stehe an einer Ampel (nein, nicht so eine) in der Ulmer Innenstadt und warte. Eine ältere Frau auf der anderen Straßenseite gesinnt sich dazu. Goldbrauner Mantel, gefärbte goldbraune Haare und- goldbrauner Lidschatten. Sie wirkt sehr aufgeweckt, noch ziemlich frisch im Kopf. Als sie merkt das kein Auto kommt, geht sie bei rot über die Straße. Ich blicke sie an und sie, im Bewusstsein das sie etwas Verbotenes getan hat, was nicht der Norm entspricht, spricht mich an und rechtfertigt ihre „Tat“ damit, dass „die Autos weiter hinten Rot haben und sowieso warten müssen“. Recht hat sie. Doch anstatt zu dem zu stehen was sie macht, knickt sie ein und versucht ihre Handlung zu rechtfertigen. Weil sie weiß, dass es nicht gut war. Trotzdem macht sie es. Und anstatt dahinter zu stehen, rechtfertigt sie sich- und macht es trotzdem.

So geht es vielen Menschen. Jeder weiß das Cola nicht gut ist, rechtfertigt sich, und trinkt weiter. Jede Rechtfertigung ist der Beweis dafür, dass man im Grunde weiß, dass es nicht gut ist. Und trotzdem wird es getan. Warum nicht konsequent sein und zu dem stehen, was getan wird? Oder es lassen.

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