Zur Hölle mit …

Digitales wird echt überschätzt. Wie wäre es analog? Ein analoges Konzentrieren auf das Wesentliche, auf die Kernsubstanz im Leben. Aber nach Christian Morgenstern bringt das auch recht wenig, denn der sagt:

„Das Leben ist das Jagen des Nichts nach dem Etwas.“

Wieder so ein Spruch, der das Innere in einem Menschen beruhigen soll, weil im Schluss sowieso nix nix bringt. Aber Recht hat. Das wird vor allem beim Anschauen von Familienbildern von früher sehr deutlich. Kaum einer erinnert sich an diese Momente, als die Kamera hässliche Gesichtsausdrücke und Verbrechen an der Mode festgehalten hat. Es ist schon Jahre her. Deswegen schauen wir die alten Fotos so gerne an, weil wir uns nicht mehr erinnern. Eine Vollwaise Vergangenheit sucht Anschluss an die Gegenwart. Trotzdem stand Etikette und Benehmen an Familienfesten an oberste Stelle. Noch „oberer“ als der Spaß, den man gerne gehabt hätte. Und warum? Damit man sich Jahre später Fotos anschauen muss um sich an einen Moment zu erinnern, der noch in Erinnerung geblieben wäre, wäre er lustiger gewesen? Krank, oder?

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About Mathias Eigl

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